Eine kleine Kragenkunde



Der Schnitt Ihres Hemdkragens ist nicht nur eine Frage der Optik. Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen – und wie Sie dieses Wissen zu Ihrem Vorteil nutzen können.


Eine kleine Kragenkunde

  • Hemd: Kent-KragenKent-Kragen

    Der beliebteste Umlegekragen überhaupt – der Kent-Kragen hat sich schon vor langer Zeit als die neutrale, immer passende Kragenform etabliert und ist vom Großteil der formellen Herrenhemden in aller Welt nicht mehr wegzudenken. Die Kragenspitzen liegen relativ nah beieinander und verlängern so die Gesichtsform, vor allem bei den schmaleren Versionen mit länger gezogenen Spitzen. Deshalb schmeichelt dieser Kragen besonders runderen, volleren Gesichtern. Menschen mit schmalen Gesichtern sollten darauf verzichten. Eleganter und flotter wirkt das Hemd mit einer Krawatte, ist aber kein Muss.

     
  • Hemd: HaifischkragenHaifischkragen

    Der Haifischkragen ist weiter gespreizt; die Kragenspitzen liegen also wesentlich weiter auseinander. Dadurch ist mehr vom eigentlichen Hemd zu sehen – und genug Platz für einen schönen, dicken Krawattenknoten wie den klassischen Windsor. Der klassische Haifischkragen ist schon seit der goldenen Hollywood-Ära ein ausgesprochener Favorit und wird auch von der englischen Königsfamilie gern getragen – Sie sind also in bester Gesellschaft. Die bevorzugten Maße können in verschiedenen Kreisen sehr unterschiedlich ausfallen, im Allgemeinen gilt jedoch: Je weiter der Kragen „gespreizt“ ist – also je weiter die Kragenspitzen voneinander entfernt sind –, desto mehr schmeichelt er schmalen Gesichtern. Rundere Gesichter sollten den Haifischkragen besser vermeiden – oder aber ohne Krawatte tragen.

     
  • Hemd: Button-Down-KragenButton-Down-Kragen

    Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um einen knöpfbaren Kragen. Diese Kragenform – die vor allem bei lässigeren Herrenhemden zu finden ist – verfügt an den Spitzen jeweils über ein kleines Knopfloch, die entsprechenden Knöpfe sind rechts und links am Vorderteil des Hemds angebracht. Eigentlich ganz einfach. Interessanter Hintergrund: Hemden mit Button-Down-Kragen sind eine amerikanisierte Version der von englischen Polospielern Anfang des letzten Jahrhunderts getragenen Hemden – die Knöpfe verhinderten, dass den Spielern der Kragen ins Gesicht flatterte – und setzten sich in den 50er Jahren in den Staaten als „College-Look“ durch. Dieses jugendlich-amerikanische Flair haben sie sich bis heute bewahrt, sodass Sie die Krawatte unbesorgt zu Hause lassen können. Den Kragen aufgeknöpft zu tragen oder mit einem formellen Zweireiher zu kombinieren, ist allerdings nicht anzuraten – beides ein unverzeihlicher Fauxpas.

     
  • Hemd: FlügelkragenFlügelkragen

    Ganz einfach: Hemden mit Flügelkragen werden zum Smoking getragen. Dieser kurze Stehkragen hat zwei kleine, gepresste Flügel, die waagerecht vorstehen und entweder hinter eine Fliege gesteckt oder darüber getragen werden können. Dieser Kragen wird eigentlich nur mit formellem Cutaway oder Smoking kombiniert (wenn Sie besonders elegant wirken möchten, tragen Sie noch einen Kummerbund dazu). Später am Abend können Sie die Fliege aufbinden und den Kragen öffnen, wenn Sie Lust auf einen saloppen Tom-Ford-Look haben.

     

Unterschiedliche Hemdenkragen von Charles Tyrwhitt

 
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